Sonntag, 13. Mai 2012

Was ist denn nun plötzlich los?

Langsam wunder ich mich schon sehr über mich selbst...
Von einem Tag auf den anderen überwiegt ganz plötzlich wieder die gute Laune in mir.
Ich stehe früh auf mit einem grinsen im Gesicht. Ich freue mich auf den Tag, stehe auf meinem Balkon und atme tief durch. Ich schalte die Musik an, gehe ins Bad und auf einmal muss ich lachen und tanze durch die Wohnung. Monatelang konnte ich mir diesen Gefühlszustand überhaupt gar nicht vorstellen und jetzt ist er ganz ganz plötzlich wieder da. Ich habe endlich wieder Lust in den Tag zu starten, mich bunt und hübsch anzuziehen und raus zu gehen.  Ich freue mich über die Kinder auf dem Spielplatz gegenüber. Die Baustelle hinter dem Spielplatz nervt mich auch nicht. Ich laufe durch die Straßen und entdecke winzig kleine Details, die mich strahlen lassen. Ich treffe mich mit Freunden und komme mit Bauchschmerzen zurück, weil wir die ganze Zeit nur am Kichern und Lachen waren. Ich liege auf dem Sofa mit dem Buch in der Hand und muss einfach grinsen.
Und natürlich möchte ich mir jetzt nicht selbst den Wind aus den Segeln nehmen, aber es gibt trotzdem noch oft genug Momente, in denen ich von jetzt auf gleich erstarre, mir die Tränen in die Augen schießen und ich denke "Warum? Warum konntest du mich so sehr verletzen? Was hab ich dir angetan, dass du so mies zu mir sein konntest?"
Doch dann am nächsten Tag scheint die Sonne, der Himmel ist blau, die Vögel zwitschern, die Kinder lachen und toben um die Wette, es ist warm und angenehm, ich treffe mich mit Freunden, mache Fotos und grinse. Dann kann ich das alles wieder für ein paar Stunden vergessen und das tut mir so unglaublich gut...

Donnerstag, 19. April 2012

Langsam nerv ich mich selbst...

Ich hab gute Laune, dann sagt irgendjemand irgendwas, ich lese irgendwas in der Zeitung oder ich lasse meinen Gedanken ausnahmsweise mal freien Lauf und schwupps da war's das mit der guten Laune. Dann sitze ich wieder den ganzen Nachmittag allein auf der Couch, mach nix außer in Erinnerungen baden. Am Abend geh ich ins Bett, schlafe sofort ein, weil ich so müde und kaputt bin, ich fühle mich krank, aber nach einer halben Stunde wache ich wieder auf. Ich kann nicht mehr einschlafen, weil ich mich so verletzt fühle und weil ich nicht weiß, wie ich die Gedanken los bekomme und weil es in meinem Kopf spukt. Am nächsten Morgen wache ich auf ohne zu wissen, wann ich endlich eingeschlafen bin, betrachte mich im Spiegel und sehe ein Gesicht, dass aussieht als hätte es die ganze Nacht lang geweint. Ich frage mich, ob man auch weinen kann, wenn man schläft. Ob der Kopf und die Gedanken den Körper so sehr steuern können, dass man einfach weint und man es nicht mitbekommt.
Oder die andere Variante: Die gute Laune ist weg und die Übelkeit ist da. Ich finde es unglaublich, wie sehr sich die Gedankenwelt auf das körperliche Befinden auswirken kann. Mir wird schlecht, ich bekomme Kopfschmerzen und will am liebsten die ganze Zeit hin- und herlaufen, weil ich einfach nicht still sitzen kann. Ich hab keinen Appetit und esse nichts, obwohl ich ziemlichen Hunger habe. Oder umgekehrt ich habe Appetit, aber dann denk ich mir, warum soll ich was essen, wenn ich keinen Hunger habe.
Ich weiß nicht, wie lange das alles noch anhalten wird. Ich hab kein Bock mehr auf das alles. Es nervt mich so unglaublich doll. Ich bekomme langsam Hass. Ich verstehe nicht, wie man mich so sehr verletzen konnte, dass ich manchmal einfach nicht mehr weiter will. Ich kotze mich selbst an, weil ich meine Gefühle immer noch nicht in Griff bekomme!!!

Freitag, 13. April 2012

Einfach mal Zeit für mich...

Heute ist der erste Tag seit sehr sehr langer Zeit, den ich einfach mal wieder für mich habe und das tut so gut! In letzter Zeit war ich nur arbeiten, unterwegs und hatte immer irgendwas vor. Aber heute muss ich nix machen, ich dümpel so vor mich hin und es ist mit das Schönste, was ich in letzter Zeit getan hab.
Vor zwei oder drei Wochen ist mir klar geworden, dass ich die vorlesungsfreie Zeit definitiv falsch genutzt habe. Ich bereue es mittlerweile sehr, dass ich mir keine Zeit für mich genommen hab. Wenn ich nicht arbeiten war, dann war ich mal kurz zu Hause bei meinen Eltern, aber da ist auch immer was zu tun oder ich hab halt meine Hausarbeit geschrieben. Ich hab das Gefühl, dass ich die acht Wochen nur auf Achse war und immer unter Strom stand. Klar hatte ich das alles so geplant, um mich abzulenken und um keine Zeit zu haben, um über all den Mist nachzudenken, aber im Endeffekt merke ich, dass das doch keine so gute Idee war. In der letzten vorlesungsfreien Woche war ich dann total ausgelaugt und fertig. Ich bin dauermüde, hab keine Kraft und keine Motivation mehr und bräuchte ganz ganz dringend Urlaub. Ich hab immer noch das ganz starke Verlangen in mir, dass ich hier weg muss und dass ich einfach alleine sein will.
Natürlich war ich auch wie geplant 4 Tage in Tschechien Skilaufen und 3 Tage mit Freunden an der Ostsee, aber irgendwie hat das nicht den gewünschten Effekt mit sich gebracht. Die Tage waren natürlich unglaublich schön und unvergesslich, aber so richtig Zeit für mich und zum Ausspannen gab es da auch nicht.
Ich hätte ganz doll Lust allein für ein paar Wochen in die Berge zu fahren, irgendwo in einer kleinen Hütte zu wohnen und die Einsamkeit zu genießen. Aber nun hat das Semester schon wieder angefangen und bis zum Sommer ist es noch ein bisschen hin. Bis dahin werde ich mir einfach solch ein paar kleine Inseln schaffen, auf die niemand darf außer ich und auf denen mich auch niemand stören darf. Ich brauche grad sehr dringend die Zeit und vielleicht hilft es mir auch und bringt mir das Strahlen zurück... Das wäre doch schön!
Jemand meinte vor ein paar Tagen zu mir, vielleicht helfen mir auch einfach EHRLICHE Menschen und schöne Erinnerungen.
Ich denke die Mischung wird es machen: wundervolle ehrliche alte und neue Freunde, kleine Glücksmomente, ob nun in der Vergangenheit oder in der Zukunft und einfach genügend Zeit. Keine Ahnung wie viel Zeit das noch in Anspruch nehmen wird, aber ich bin bereit alle Zeit der Wellt zu investieren, solange ich irgendwann wieder ausgelassen lachen und glücklich sein kann!!!

Dienstag, 10. April 2012

Abstand tut anscheinend gut...

Ein ganz schön verrücktes und anstrengendes Osterwochenende liegt hinter mir.
Wie jedes Jahr fand am Ostersamstag das Osterfeuer statt. Die "Dorfjugend" organisiert dieses immer ganz fleißig und auch ich gehöre da irgendwie noch mit dazu. Ich bin natürlich nicht so stark eingebunden, wie die kräftigen Jungs, die das Holz ranholen, aber ich habe auch meinen Teil, den ich alljährlich dazu beitrage. Am Freitag baue ich die Osterfeuerpuppe, die ganz oben auf dem Feuer steht. In der Nacht von Freitag zu Samstag ist dann Feuerwache, damit niemand aus den Nachbardörfern auf die Idee kommt, unseren Osterfeuerhaufen anzubrennen. Dieses Jahr habe ich wirklich das erste mal dort geschlafen... Es war ein sehr amüsanter und gesprächiger Abend und irgendwann, als fast alle weg waren, bin ich halt eingeschlafen. Blöder Weise hat es angefangen zu regnen, aber netter Weise hat mich noch jemand zusätzlich mit meinem Schlafsack zugedeckt, sodass ich nicht ganz durchgeweicht bin. Naja früh um 6.30 Uhr bin ich dann nach Hause gefahren, um dann später für die starken "Männer" Mittag zu kochen. Abends war es dann endlich soweit. Generell hab ich von dem Feuer nicht so viel mitbekommen, weil ich fleißig im Zelt saß und Getränke verkauft habe, aber als dann niemand mehr was wollte und fast alle Besucher weg waren, konnte ich dann auch endlich mal ans Feuerchen. An diesem Abend hat es nicht geregnet, dafür hat es aber geschneit. Verrückt!!! Schneeballschlacht... Aprilwetter halt.
Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass ich mich an diesem Abend das erste Mal seit 3 Jahren wieder mit einem "Freund" unterhalten habe und es war echt richtig richtig schön! Damals am 1. Juni 2009 haben wir uns getrennt, wir haben uns zwar immer mal gesehen, aber wir haben nie mehr als "Hallo" und "Tschüss" gesagt. Und Samstagnacht kamen wir dann irgendwie ins Gespräch und ich bin immer noch ganz begeistert. Ich konnte ihm sehr sehr viel erzählen und es war so vertraut und einfach ein gutes Gefühl. Ich denke, dass uns dieser Abstand sehr sehr gut getan hat und dass man einfach eine gewisse Zeit braucht. Ich weiß, dass ich damals ziemlich gemein war und dass das alles kein so ein gutes Ende genommen hat, aber am Samstag hatte ich wirklich das Gefühl, ihn neu kennen zu lernen, obwohl wir uns beide eigentlich ganz genau kennen und Bescheid wissen über den anderen. Aber naja es war irgendwie schön... Die Zeit hat uns bzw. mich das Blöde vergessen lassen und so konnte ich sozusagen noch mal bei Null anfangen. Hihi... Ich weiß natürlich nicht wie es bei ihm war, aber ich hoffe mal und ich glaube es eigentlich auch, dass er es auch ganz schön fand :) Abstand tut halt wirklich gut, so schwer und herzzerreißend es auch ist...
Generell war das ein sehr sehr schönes Wochenende mit meinen alten Freunden, die mich für ein paar Stunde in die heile Welt zurück holten! Ich hatte erst ein bisschen Angst und auch nicht so richtig Lust auf das Ganze. Ich dachte, dass ich vielleicht wieder genervt von allen und allem sein werde, dass wir uns nichts zu sagen hätte, aber so war es gar nicht. Wir redeten, lachten und hatten viel Spaß! Danke dafür, ihr Lieben!!! Danke für die heile Welt und den ganzen Spaß!

Sonntag, 25. März 2012

Das ist doch mistig!

Im Laufe der Zeit verändert man sich...
Man will sich meist so verändern oder anpassen, dass man selbst und alle anderen glücklich sind. Eine Weile klappt das auch immer, aber irgendwann fliegt man auf. Man merkt, dass man sich so sehr angepasst hat und man nicht mehr man selbst war. Man hat sich verändert und sich selbst nicht berücksichtigt. Man fühlt sich unwohl und merkt es nicht. Doch dann macht es irgendwann peng...
Ich glaub, ich hab mich auch immer angepasst, konnte mit allem leben und ich hab immer alles verziehen und ich war die meiste Zeit damit glücklich... Ich fühlte mich nicht unwohl, ich war glücklich und strahlte jeden Tag über beide Ohren. Tja aber einer alleine hat nichts zu melden. Mistiger Mist!
So ist das Leben - ungerecht und unfair und man muss trotzdem damit leben...


Sonntag, 18. März 2012

Ich bin unzufrieden und will weg...

Irgendwie wird nichts besser. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Jedenfalls die Zeit in mir drin. Aber in Wahrheit vergeht die Zeit wie im Fluge. Ich dachte, es hätte sich irgendwas geändert. Ich dachte... Ach ich weiß auch nicht was ich dachte!
Ich weiß nur, dass ich heute gemerkt habe, dass sich doch noch nichts geändert hat. Alles um mich herum ändert sich, aber ich hocke immer noch hier rum. Es wird Frühling, ich finde es toll, aber kann es irgendwie nicht wirklich genießen. Die vorlesungsfreie Zeit ist schon fast vorbei und ich hab das Gefühl, dass ich überhaupt nicht frei hatte. Alle sind glücklich und voller frühlingshafter Glücksgefühle und ich putze lediglich meine Fenster, aber auch nur weil ich von der Sonne genervt bin, die mir jeden früh zeigt, dass meine Fenster dreckig sind.
Ich hab das Gefühl, das ich noch keinen einzigen Schritt voran gekommen bin. Und dieses Gefühl nervt mich!
Das einzige auf das ich grad richtig Lust habe ist, dass ich hier weg will. Ich will raus. Weg. Keine Ahnung wo hin. Einfach weg von hier und nicht nur für ein paar Tage, sondern am liebsten (danach schreit jedenfalls grad mein Herz) für immer!!! Weg irgendwo hin, wo ich niemand kenne, wo mich niemand kennt, wo mich alle in Ruhe lasse und wo ich noch mal ganz von vorn anfangen kann.
Ich weiß grad nicht, ob ich hier wirklich sein will. Ob ich das hier alles will. Ob ich dieses Studium will. Ob ich hier wirklich zufrieden bin... Irgendwie kommt mir das hier grad alles vor wie eine große fette Lüge. Und darauf hab ich keine Lust. Es fühlt sich so an, als ob ich mir irgendwas vorspiele. Als ob ich so tun will, dass hier alles schön ist und dass ich zufrieden bin.
Aber das bin ich nicht! Ich bin nicht zufrieden... Natürlich gibt es immer wieder mal Momente, wo es mir gut geht, wo ich lachen kann und zufrieden bin. Aber es gibt viel zu viele Momente, wo ich denke: Nee ich hab gar kein Bock mehr auf den ganzen Mist! Ich bin genervt von mir und von allem anderen.
Aber ich glaub, am meisten bin ich wirklich von mir genervt. Warum kann ich mich nicht einfach aufraffen? Warum kann ich mir nicht selbst mal in den Hintern treten? Warum hocke ich immer noch hier? Warum reg ich mich eigentlich auf, ich bin doch selbst schuld an dieser Situation grad? Ich könnte doch ganz einfach raus gehen und das Leben genießen... Aber es geht einfach nicht...


Vanessa Carlton -- A Thousand Miles - MyVideo

Ganz am Anfang wollte ich eigentlich nur das Lied reinstellen, weil ich es schon seit Jahren so wundervoll finde. Ob es nun am unglaublich hübschen Flügel liegt oder am Text... Keine Ahnung...
Aber dann fing ich doch irgendwie an zu schreiben. Naja man sieht ja was bei raus gekommen ist. Irgendwie kommt in letzter Zeit nur Gejammer bei raus. Hoffe das ändert sich bald mal wieder!