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Sonntag, 23. August 2015

Du lebst meinen Traum

Ich bin traurig und enttäuscht und eigentlich dürfte ich das gar nicht sein!
Wie lange sind wir jetzt schon nicht mehr zusammen? Wie lange haben wir uns schon nicht mehr gesehen? Wie lange verbringe ich jetzt schon mein Leben mit dem Bärtigen? Ganz schön lange...
Trotz allem haben wir noch Kontakt. Das tat mir zeitweise sicher nicht gut! Das hat mir ab und an schon sehr weh getan. Aber seit einem Jahr ungefähr, war alles gut. Ich konnte Kontakt zu dir haben und meine Welt war trotzdem in Ordnung.
Aber vor ein paar Tagen versetzte eine deiner Nachricht meinem Herz einen Stich. Du hast mir geschrieben, dass du mit deiner Freundin in die Berge ziehen wirst und zwar schon ganz bald...
Du lebst jetzt einen Traum, welcher auch mal meiner war. Früher haben wir gemeinsam davon geträumt später mal in die Berge zu ziehen. Jetzt setzt du diesen Traum in die Tat um, aber mit einer anderen. Und das tut mir so weh und dafür hasse ich mich. Warum kann ich mich nicht einfach für dich freuen!? Ich würde es so gern, aber es geht einfach nicht.
Vielleicht bin ich einfach neidisch, dass du diesen Traum jetzt leben kannst und ich mich weiter in dieser Stadt gefangen fühle. Wahrscheinlich wird mir dabei auch bewusst, dass bei mir irgendwie alles nicht so perfekt läuft.
Es tut mir so Leid, dass ich mich nicht für dich freuen kann! Vielleicht kommt das aber noch, ich bin ganz zuversichtlich. Wahrscheinlich brauche ich einfach ein bisschen Zeit!

Donnerstag, 20. September 2012

Weil es das Schicksal so wollte...

Es ist schon komisch, dass man doch immer und immer wieder so plötzlich in so tiefe Löcher fallen kann, obwohl man dachte, dass grad alles wieder mal richtig gut geht...

In den letzten Monaten ging es mir endlich wieder mal richtig gut. Ich habe mein Leben in vollen Zügen genossen, habe meine freie Zeit mit Freunden verbracht, ich war viel unterwegs. Mir ging es einfach mal wieder gut. Ich hatte ihn vergessen. Ich hatte die Schmerzen vergessen. Ich dachte, ich hätte es endlich geschafft und wäre über den Berg.

Aber anscheinend war es doch nicht so... Ich weiß nicht, ob ich mir das alles doch nur eingebildet habe oder ob es wirklich so war. Denn als er plötzlich vor mir stand, war nichts mehr so wie vorher... Mein Leben geriet wieder mal aus den Bahnen. Alles kam hoch. Ich dachte an all die wundervollen Zeiten. Die schlechte Zeit und die negativen Seiten wurden erfolgreich verdrängt. Ich wünschte mir, dass ich die Zeit zurückdrehen könnte. Ich wünschte mir, dass alles wieder gut wird.

Wir schrieben Tag für Tag. Wir schrieben Nacht für Nacht. Wir schrieben Dinge, die verknallte Teenager schreiben. Dinge die man nicht schreibt, wenn man gerade in einer glücklichen Beziehnung mit jemand anderen steckt. Alles schien in meinen Augen wieder rosa zu glitzern. Ich war für einen kurzen Moment glücklich. Die Hoffnung auf eine glückliche Zukunft stieg von Nachricht zu Nachricht, von Mail zu Mail. Er wollte mich treffen. Wir wollten uns sehen. Wir dachten schon wieder an eine gemeinsame Zukunft.

Doch dann ganz plötzlich ist wieder alles anders. Er hätte mir das alles nicht schreiben dürfen. Es tut ihm Leid. Das alles war falsch. Das wird wohl doch nichts. Er will mich nicht treffen. Er kann es nicht erklären. Ich stehe im Regen und um mich herum geht die Welt unter...

Was war das denn bitte???

Und was soll ich sagen!? Natürlich bin ich wieder unendlich sauer, wütend, könnte schreien, fluchen und kotzen! Aber irgendwie, ja irgendwie werden sich die wahren Gefühle wohl nie ändern... Die wahren Gefühle für die große Liebe... Ich frage mich, wie er es immer wieder schafft, mich so zu verwirren. Was soll denn das? Warum kann mein Leben nicht einfach mal geradeaus verlaufen? Warum wirft er mich immer und immer wieder aus der Bahn? Warum steht nicht endlich einfach einer neuer Prinz vor meiner Tür und sagt: "Hier bin ich!"?

Weil es das Schicksal so will...
Alles hat einen Grund. Alles passiert, weil es so passieren soll. Alles passiert genau dann, wann es passieren muss.
Davon bin ich überzeugt.

Ja es ist schon sehr komisch. Ich weiß, dass auch wieder tolle Zeiten kommen. Ich weiß, dass es von denen nicht nur eine handvoll, sondern ein ganze Land voll gibt. Ich weiß, dass ich auf meine Freunde einfach mal hätte hören sollen. Ich weiß, dass sie wieder mal recht hatten. Aber was soll ich denn machen, wenn die Gefühle den Verstand besiegen? Das kann ich nun mal nicht ändern. Und wenn man immer auf den Verstand hören würde, dann wäre das Leben doch auch irgendwie langweilig. Ich habe auf die Gefühle gehört, habe den Verstand abgeschalten, habe mich einfach treiben lassen. Leider bin ich genau deswegen wieder einmal in einem Loch gelandet, aber auch aus diesem Loch werde ich wieder rausklettern.

Und wenn jetzt jemand zu mir sagt: "Siehste, hab ich dir doch gleich gesagt!" Dann sag ich: "Ja wahrscheinlich hattest du recht..."
Aber trotzdem werde ich wohl noch öfters den Verstand ausschalten und den Gefühlen freien Lauf lassen, denn ich bin nun mal einfach ein Gefühlsmensch. Sie übermannen  mich und überkommen mich. Und dann stehe ich halt manchmal auf der Straße und weine. Auch wenn ich das eigentlich nicht will, aber meine Gefühle kann und will ich nicht unterdrücken. Auch wenn das bedeutet, dass ich noch oft in ein tiefes Loch fallen werde. Aber ich weiß auch, dass ich stark genug bin, um mich wieder aufzurappeln!

Montag, 10. September 2012

Unter Tränen lachen...


Das sind die Starken, die unter Tränen lachen, eigene Sorgen verbergen und andere glücklich machen. Franz Grillparzer

Danke Robert!

Zur Zeit ist es wieder mal so... Wenn man mich auf der Straße sieht, dann ahnt man wahrscheinlich nicht, was gerade in meinem Inneren vorgeht. Ich mag aber auch nicht, dass man mir ansieht oder anmerkt, dass ich in diesem Moment am liebsten weinen würde oder dass ich mir einfach nur wünsche, im Bett zu liegen unter der dicken Kuscheldecke mit einer Vorratspackung Eis... 

Ich versuche zu lächeln und zu lachen, anderen Kraft zu geben und sie glücklich zu machen. 

Aber die wahren Freunde sehen, dass dieses Lächeln manchmal irgendwie erzwungen wird. Ich will nicht als kleines, zerbrechliches Mädchen da stehen! Klar bin auch ich zerbrechlich, ziemlich sogar... Und verletzlich bin ich auch und das auch sehr... Und natürlich bin ich klein, aber dafür hab ich Energie für zwei. Ich mag nicht zu Hause rum sitzen und nichts tun. Ich will was erleben. Ich will die Welt sehen. Ich will Spaß haben. Ich will mit meinen Freunden tolle Momente genießen. Ich will da sein für alle, die ein offenes Ohr oder ein Stück Schokokuchen brauchen. Nur manchmal da brauche ich  auch eine kleine Pause nur für mich.

Und gerade überlege ich wieder mal, ob eine größere Pause nur für mich nicht auch mal ganz gut tun würde. Einfach weg. Raus hier. Abstand von allem und allen. Einfach mal für eine ganze Weile nur für mich sein. Blöde Gedanken und Erinnerungen los werden. Einen klaren Kopf und ein freies Herz bekommen. Ich finde das klingt gar nicht so schlecht. Aber leider hab ich das schlechte Gefühl, dass das eh nichts wird...
Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, wie es weiter gehen wird. Ich weiß nicht, wie mein Leben verlaufen wird.

Aber ich geb die Hoffnung nicht auf, auf die kleinen Glücksmomente! Und vielleicht kommt auch irgendwann mal wieder ein großer Glücksmoment...
Klar wird der kommen!!! Irgendwann...

Positiv denken!!! Alles kommt, wie es kommen muss...



Montag, 27. August 2012

So viel los bei mir

Nach einer Woche in der Heimat und nach einer Woche mit meiner Oma habe ich wieder ein bisschen Angst bekommen... Ich hab Angst, dass mich meine Oma irgendwann nicht mehr erkennen wird... Noch erkennt sie uns alle und hat damit auch noch gar keine Probleme, aber irgendwann wird es soweit sein und davor hab ich große Angst.
Es ist sehr sehr anstrengend mit ihr. Sie vergisst mittlerweile alles innerhalb von Minuten... Und neuerdings entdeckt sie immer wieder "neue" Dinge auf dem Hof. Gestern waren plötzlich so viele neue Fische im Teich und wir wurden verdächtigt, die heimlich in den Teich gesetzt zu haben. Dass das aber einfach die kleinen Babyfische von den großen sind, hat meine liebe Oma einfach nicht wahrhaben wollen. Sie sitzt schließlich jeden Tag am Teich und das hätte sie ja schon mal eher gesehen, wenn das Babyfische wären, aber die waren ganz plötzlich von einem Tag auf den anderen da... Ach ja meine Oma. Oder was auch sehr belastend ist, wenn sie was fragt, dann hört sie bei der Antwort eigentlich gar nicht richtig zu und beschäftigt sich mit was anderem und dann fragt sie gleich wieder. Oder sie weiß am Vormittag, dass wir Abend Besuch bekommen und dass wir grillen wollen und wenn ich Nachmittag wieder komme, hat sie ganz plötzlich Eintopf gekocht und weiß angeblich von nichts... Wir würden ihr ja nie was erzählen und dann ist sie eingeschnappt. Sie kommt nicht mehr raus aus ihrer Wohnung, wenn "Fremde" zu Besuch sind. Sie sitzt eigentlich nur noch den ganzen Tag vor dem Fernseher. Und obwohl sie schon seit Jahren nicht mehr kocht, zieht sie seit ein paar Wochen wieder jeden Tag ihre Schürze an, "damit sie sich beim Kochen nicht dreckig macht."
Das macht mich ziemlich traurig alles. Ich würde ihr so gerne helfen. Und ich will nicht immer so schnell, die Geduld verlieren.
Aber es ist schon besser geworden in den letzten Monaten. Ich habe einige Bücher über Demenz gelesen und habe endlich eingesehen, dass sie krank ist, es nicht ändern kann und wir es einfach akzeptieren müssen, auch wenn es sehr schwer fällt...

Aber es passieren auch schöne Dinge in der Heimat. Ich habe wieder viele meine Freunde getroffen. Dorffreunde und Schulfreunde. Alle hab ich sie endlich mal wiedergesehen!
An dem einen Wochenende waren endlich wieder mal wirklich alle Dorfjungs da. Überall sind sie hergekommen. Aus der Schweiz, aus Bayern, aus Frankfurt, aus Dresden... Wir haben die Abende gemeinsam verbracht, sind Baden gefahren und hatten eine Menge Spaß. Das war toll! Bis auf den Hornissenstich... Der war nicht so toll. Aber das ist eine andere Geschichte und tut auch gar nicht mehr weh.
Und auch die alte Schulclique war wieder mal vollständig vereint. Grillen, Mädelstag, Baden - auch hier war alles dabei. Wir waren alle beisammen. Es gab wieder mal eine Geburtstagsüberraschung. Und wir haben die gemeinsamen Stunden voll ausgekostet.
Ich genieße die Zeit mit Freunden so sehr und habe gemerkt, dass ich meine Freunde früher oft mal vernachlässigt habe. Aber das soll nie nie nie wieder passieren!
Doch irgendwie fehlt immer einer... Auf jedem Gruppenfoto, das entsteht, sehe ich eine Lücke. Immer wenn wir alle gemeinsam an einem großen Tisch sitzen, denke ich, dass eigentlich noch ein Stuhl besetzt sein müsste. Es ist schon komisch... Auch nach so langer Zeit hinterlässt er immer noch eine Lücke.

Ja und dann ich war (zwar nicht in der Heimat aber in Dresden) noch beim BOY Konzert mit Me And My Drummer als Support. Das war richtig richtig schön!
Me And My Drummer haben mich von der ersten Minuten an überzeugt.
Und zu BOY brauche ich eigentlich gar nichts sagen. So bezaubernd und wundervoll!!! Einfach großartig!!!
Ich konnte bei jedem Lied stolz mit singen und habe zwischendurch immer wieder die Augen geschlossen, weil Valeska so zauberhaft gesungen hat. Auch die Band der beiden Mädels war ganz fantastisch. Und im Gegensatz zu den Vorurteilen, dass BOY nur so ruhige Mädchenmusik macht, hat es bei manchen Liedern auch richtig gerumpst!
Ein ganz ganz toller Abend, wenn leider auch ein bisschen kurz, da BOY bis jetzt nur ein Album veröffentlicht haben und deswegen auch nicht mehr spielen konnten. Aber das war auch das einzige winzig kleine Manko.



Und dann stand er heute plötzlich vor mir... Erst dachte ich einfach nur: Och nöö, bloß weg hier! Aber dann haben wir doch eine ganze Weile gequatscht und unerwarteter Weise war das richtig angenehm. Es war irgendwie so vertraut und schön. Und ich hab mir gewünscht, dass nie etwas passiert wäre... Aber so ist das leider nicht. Und ich weiß nicht, wie das jetzt weitergehen soll. Wir werden ab und zu Kontakt haben, aber ob ich zu mehr fähig bin, weiß ich nicht... Ich weiß nicht, ob wir einfach Freunde sein und uns manchmal einfach so treffen können... Ich weiß es nicht... Aber ich weiß gerade auch gar nichts, denn das alles hat mich ziemlich überrumpelt und verwirrt... Und ich werde es wohl einfach auf mich zukommen lassen...

Dienstag, 22. Mai 2012

Die Wunden verheilen...

...aber die Narben werden für immer bleiben.
Immer und immer wieder hab ich mich gefragt, wie ich diese psychischen Schmerzen los werde. Irgendwann hab ich eine "Übergangslösung" gefunden, die für kurze Zeit den psychischen Schmerz in den Hintergrund stellte. Das war eine ziemlich blöde "Lösung", aber sie hat mir geholfen... Und das hat gezählt. Niemals hätte ich gedacht, dass ich so verletzt sein könnte und dass mich Gefühle innerlich so zerstören können. Aber man sollte niemals nie sagen. Und so lief mein Leben weiter...
Langsam verheilen alle Wunden und trotzdem werden einige von den Narben für immer bleiben, mich für immer an dich erinnern und an das was du mir angetan hast.
Ich kann es immer noch nicht verstehen. Und wahrscheinlich werde ich es auch nie verstehen. Ich weiß einfach, nicht was in deinem Kopf vorgegangen ist. Was hast du dir dabei gedacht? Was hab ich dir angetan, womit du dieses miese Verhalten rechtfertigen könntest? Und dann lässt du mich stehen, bist verschwunden aus meinem Leben und genießt umso mehr dein eigenes Leben? Wie kannst du das? Wie kannst du einfach so tun, als wäre dir das alles total egal? Du lebst einfach so weiter, liebst dein Leben und bist anscheinend richtig glücklich!? Warum kann ich das nicht? Was ist denn da schief gelaufen? Hast du nicht immer gesagt, es ist für immer!? Wir hatten eine gemeinsame Zukunft. Und jetzt? Jetzt steh ich da, weiß nichts mit mir anzufangen. Und du machst einfach weiter, als wäre überhaupt nichts gewesen. Warum? Warum musstest du das tun?
Auf all diese Fragen werde ich wohl nie eine Antwort bekommen, aber damit werde ich nun leben müssen.
Ich werde von vorn beginnen. Ich muss von vorn beginnen. Ich muss bei Null anfangen.
Aber ich werde es schaffen! Es wird sicher noch eine ganze Weile dauern, bis alles verheilt ist, aber irgendwann werde auch ich wieder aus tiefstem Herzen lachen und strahlen können.
Am Wochenende meinten meine Freunde zu mir, dass ich ihnen so schon wieder viel besser gefalle. Und ich merke auch, dass es ganz langsam und zaghaft bergauf geht. Aber ohne meine Freunde würde ich mich immer noch unter der Bettdecke verstecken und den ganzen Tag nicht aufstehen. Ich verbringe jetzt wieder oft meine Wochenende zu Hause bei meinen Eltern. Und schon die Fahrt gestaltet sich dank meinem neuen lieben Chauffeur sehr angenehm. Ich muss keine Angst mehr haben, dir im Zug über den Weg zu laufen. Ich muss nicht starr aus dem Fenster sehen und warten bis die Zeit vergeht. Ich kann mit ihm reden und wenn es nur übers Wetter ist, weil uns grad mal wieder nichts besseres einfällt. Dann guck ich meinen "Chauffeur" schief von der Seite an, verdreh die Augen, weil mich unser tolles Gesprächsthema nervt und dann müssen wir beide lachen. Die Tage zu Hause verbringe ich mit meinen Eltern, auf meiner Schaukel oder mit meiner Kamera. Ich lenke mich ab und versuche meine Gedanken auf klare und gerade Bahnen zu bringen. Ich lese viel, liege rum und mache wieder nicht das, was ich schon seit Ewigkeiten vor mir her schiebe, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, endlich damit anzufangen. Die Abende und Nächte verbringe ich mit Freunden und guter Laune. Meine Freunde lenken mich ab und machen mir immer wieder klar, dass ich endlich wieder lachen muss und eigentlich keinen Grund habe dir nachzuweinen. Und sie haben ja leider wirklich recht... Ich bin froh, dass ich mich zur Zeit wieder so wohl und geborgen fühle im Dorf. Ich bin froh, dass die Jungs dort so anders sind und gar nicht einsehen und verstehen, warum ich immer noch so oft wegen dir so miese Laune habe und weine. Sie lenken mich mit irgendwelchem Blödsinn ab und das tut gut. Hier ist es schön, aber zu Hause in der Heimat gibt es irgendwas Vertrautes, was mich glücklich macht.

Sonntag, 13. Mai 2012

Was ist denn nun plötzlich los?

Langsam wunder ich mich schon sehr über mich selbst...
Von einem Tag auf den anderen überwiegt ganz plötzlich wieder die gute Laune in mir.
Ich stehe früh auf mit einem grinsen im Gesicht. Ich freue mich auf den Tag, stehe auf meinem Balkon und atme tief durch. Ich schalte die Musik an, gehe ins Bad und auf einmal muss ich lachen und tanze durch die Wohnung. Monatelang konnte ich mir diesen Gefühlszustand überhaupt gar nicht vorstellen und jetzt ist er ganz ganz plötzlich wieder da. Ich habe endlich wieder Lust in den Tag zu starten, mich bunt und hübsch anzuziehen und raus zu gehen.  Ich freue mich über die Kinder auf dem Spielplatz gegenüber. Die Baustelle hinter dem Spielplatz nervt mich auch nicht. Ich laufe durch die Straßen und entdecke winzig kleine Details, die mich strahlen lassen. Ich treffe mich mit Freunden und komme mit Bauchschmerzen zurück, weil wir die ganze Zeit nur am Kichern und Lachen waren. Ich liege auf dem Sofa mit dem Buch in der Hand und muss einfach grinsen.
Und natürlich möchte ich mir jetzt nicht selbst den Wind aus den Segeln nehmen, aber es gibt trotzdem noch oft genug Momente, in denen ich von jetzt auf gleich erstarre, mir die Tränen in die Augen schießen und ich denke "Warum? Warum konntest du mich so sehr verletzen? Was hab ich dir angetan, dass du so mies zu mir sein konntest?"
Doch dann am nächsten Tag scheint die Sonne, der Himmel ist blau, die Vögel zwitschern, die Kinder lachen und toben um die Wette, es ist warm und angenehm, ich treffe mich mit Freunden, mache Fotos und grinse. Dann kann ich das alles wieder für ein paar Stunden vergessen und das tut mir so unglaublich gut...

Donnerstag, 19. April 2012

Langsam nerv ich mich selbst...

Ich hab gute Laune, dann sagt irgendjemand irgendwas, ich lese irgendwas in der Zeitung oder ich lasse meinen Gedanken ausnahmsweise mal freien Lauf und schwupps da war's das mit der guten Laune. Dann sitze ich wieder den ganzen Nachmittag allein auf der Couch, mach nix außer in Erinnerungen baden. Am Abend geh ich ins Bett, schlafe sofort ein, weil ich so müde und kaputt bin, ich fühle mich krank, aber nach einer halben Stunde wache ich wieder auf. Ich kann nicht mehr einschlafen, weil ich mich so verletzt fühle und weil ich nicht weiß, wie ich die Gedanken los bekomme und weil es in meinem Kopf spukt. Am nächsten Morgen wache ich auf ohne zu wissen, wann ich endlich eingeschlafen bin, betrachte mich im Spiegel und sehe ein Gesicht, dass aussieht als hätte es die ganze Nacht lang geweint. Ich frage mich, ob man auch weinen kann, wenn man schläft. Ob der Kopf und die Gedanken den Körper so sehr steuern können, dass man einfach weint und man es nicht mitbekommt.
Oder die andere Variante: Die gute Laune ist weg und die Übelkeit ist da. Ich finde es unglaublich, wie sehr sich die Gedankenwelt auf das körperliche Befinden auswirken kann. Mir wird schlecht, ich bekomme Kopfschmerzen und will am liebsten die ganze Zeit hin- und herlaufen, weil ich einfach nicht still sitzen kann. Ich hab keinen Appetit und esse nichts, obwohl ich ziemlichen Hunger habe. Oder umgekehrt ich habe Appetit, aber dann denk ich mir, warum soll ich was essen, wenn ich keinen Hunger habe.
Ich weiß nicht, wie lange das alles noch anhalten wird. Ich hab kein Bock mehr auf das alles. Es nervt mich so unglaublich doll. Ich bekomme langsam Hass. Ich verstehe nicht, wie man mich so sehr verletzen konnte, dass ich manchmal einfach nicht mehr weiter will. Ich kotze mich selbst an, weil ich meine Gefühle immer noch nicht in Griff bekomme!!!

Sonntag, 25. März 2012

Das ist doch mistig!

Im Laufe der Zeit verändert man sich...
Man will sich meist so verändern oder anpassen, dass man selbst und alle anderen glücklich sind. Eine Weile klappt das auch immer, aber irgendwann fliegt man auf. Man merkt, dass man sich so sehr angepasst hat und man nicht mehr man selbst war. Man hat sich verändert und sich selbst nicht berücksichtigt. Man fühlt sich unwohl und merkt es nicht. Doch dann macht es irgendwann peng...
Ich glaub, ich hab mich auch immer angepasst, konnte mit allem leben und ich hab immer alles verziehen und ich war die meiste Zeit damit glücklich... Ich fühlte mich nicht unwohl, ich war glücklich und strahlte jeden Tag über beide Ohren. Tja aber einer alleine hat nichts zu melden. Mistiger Mist!
So ist das Leben - ungerecht und unfair und man muss trotzdem damit leben...


Sonntag, 18. März 2012

Ich bin unzufrieden und will weg...

Irgendwie wird nichts besser. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Jedenfalls die Zeit in mir drin. Aber in Wahrheit vergeht die Zeit wie im Fluge. Ich dachte, es hätte sich irgendwas geändert. Ich dachte... Ach ich weiß auch nicht was ich dachte!
Ich weiß nur, dass ich heute gemerkt habe, dass sich doch noch nichts geändert hat. Alles um mich herum ändert sich, aber ich hocke immer noch hier rum. Es wird Frühling, ich finde es toll, aber kann es irgendwie nicht wirklich genießen. Die vorlesungsfreie Zeit ist schon fast vorbei und ich hab das Gefühl, dass ich überhaupt nicht frei hatte. Alle sind glücklich und voller frühlingshafter Glücksgefühle und ich putze lediglich meine Fenster, aber auch nur weil ich von der Sonne genervt bin, die mir jeden früh zeigt, dass meine Fenster dreckig sind.
Ich hab das Gefühl, das ich noch keinen einzigen Schritt voran gekommen bin. Und dieses Gefühl nervt mich!
Das einzige auf das ich grad richtig Lust habe ist, dass ich hier weg will. Ich will raus. Weg. Keine Ahnung wo hin. Einfach weg von hier und nicht nur für ein paar Tage, sondern am liebsten (danach schreit jedenfalls grad mein Herz) für immer!!! Weg irgendwo hin, wo ich niemand kenne, wo mich niemand kennt, wo mich alle in Ruhe lasse und wo ich noch mal ganz von vorn anfangen kann.
Ich weiß grad nicht, ob ich hier wirklich sein will. Ob ich das hier alles will. Ob ich dieses Studium will. Ob ich hier wirklich zufrieden bin... Irgendwie kommt mir das hier grad alles vor wie eine große fette Lüge. Und darauf hab ich keine Lust. Es fühlt sich so an, als ob ich mir irgendwas vorspiele. Als ob ich so tun will, dass hier alles schön ist und dass ich zufrieden bin.
Aber das bin ich nicht! Ich bin nicht zufrieden... Natürlich gibt es immer wieder mal Momente, wo es mir gut geht, wo ich lachen kann und zufrieden bin. Aber es gibt viel zu viele Momente, wo ich denke: Nee ich hab gar kein Bock mehr auf den ganzen Mist! Ich bin genervt von mir und von allem anderen.
Aber ich glaub, am meisten bin ich wirklich von mir genervt. Warum kann ich mich nicht einfach aufraffen? Warum kann ich mir nicht selbst mal in den Hintern treten? Warum hocke ich immer noch hier? Warum reg ich mich eigentlich auf, ich bin doch selbst schuld an dieser Situation grad? Ich könnte doch ganz einfach raus gehen und das Leben genießen... Aber es geht einfach nicht...


Vanessa Carlton -- A Thousand Miles - MyVideo

Ganz am Anfang wollte ich eigentlich nur das Lied reinstellen, weil ich es schon seit Jahren so wundervoll finde. Ob es nun am unglaublich hübschen Flügel liegt oder am Text... Keine Ahnung...
Aber dann fing ich doch irgendwie an zu schreiben. Naja man sieht ja was bei raus gekommen ist. Irgendwie kommt in letzter Zeit nur Gejammer bei raus. Hoffe das ändert sich bald mal wieder!

Sonntag, 5. Februar 2012

Vorlesungsfreie Zeit und jetzt???

Genau das hab ich noch vor einiger Zeit gedacht...
Was mache ich bloß mit dieser ewig langen Zeit, die ich da zur freien Verfügung gestellt bekomme!? Oh Gott... Sooooo viel Zeit... Was mach ich bloß? Wo fahr ich als erstes hin?
Ja, all das ging in meinem Kopf umher. Und jetzt ist Sonntag, der Sonntag vor dem ersten freien Montag der zwei vorlesungsfreien Monate und jetzt denke ich: "Ohhh hab ich auch einfach mal Zeit zum Langweilen, Rumliegen, Nichtstun?"
Ich hab jetzt wirklich schon so grob die gesamte Zeit durchgeplant... Verrückt!
Kleiner Überblick (falls ich mal nicht weiß, was grad ansteht...)
1. Woche: arbeiten, Skilaufen fahren, nach Hause (neue Schlittschuh testen! und baden fahren)
2. + 3. Woche: arbeiten, arbeiten, arbeiten (ich darf mit den lieben Kinderlein Fasching feiern... toll...)
4., 5. + 6. Woche: Hausarbeit schreiben und zwischendurch mit so vielen tollen Leuten an die Ostsee fahren!
7. Woche: FREIZEIT - nach Hause fahren, Freunde treffen, endlich einfach mal nichts tun -> wer weiß, das klappt sicher nicht
8. Woche und wirklich schon die letzte: Exkursion nach Erfurt...

Seltsam erst denkt man immer, so viel Zeit und dann schwupps ist sie schon vorbei.
So ging es mir ja mit dem ersten Semester auch. Anfang Oktober dachte ich noch, das wird sich sicher ewig hinziehen und so lange dauern und jetzt denk ich, das soll schon das erste Semester gewesen sein!? Sehr sehr seltsam...

Auch die Grinsekatze ist jetzt schon einen Monat tot... Und im Moment hab ich leider noch nicht das Gefühl, dass sie wieder aus ihrem Grab auferstehen möchte...
Deswegen freu ich mich auch so auf alles was ansteht. Raus, weg, Gedanken zurücklassen, einfach mal wieder den Moment genießen - das ist grad alles was ich will!!!

Montag, 2. Januar 2012

Das wars...

2011 für mich defintiv das beschissenste Jahr, kann mich an kein Jahr erinnern, dass noch blöder war als das vergangene - außer vielleicht das, in dem sich meine Eltern getrennt haben, aber da war ich noch klein und da hatte man noch nicht so viele andere Drumherrumprobleme.

Negativrückblick in Kurzfassung:
- Angst alleine in der Wohnung zu sein
- Fühl mich allein in Dresden
- Freund verlässt mich
- Arzt teil mir mit, das ich einen ganz "wundervollen" Virus habe
- Mein Papa kommt zurück -> was ja eigentlich total toll ist, aber er leidet so unglaublich darunter
- Meine Tante wird eigentlich mindestens einmal im Monat mit dem Krankenwagen zur Entgiftung gebracht
- Das FSJ geht zu Ende
- Die Demenz meiner Oma wird immer schlimmer
- Freund (dem ich endlich wieder vertraut hab) verrät mir an meinem Geburtstag, was er wieder mal Bescheuertes angestellt hat
- alle reden auf mich ein, dass ich jetzt endlich einen Schlussstrich ziehen soll -> das kann ich natürlich nicht
- kann meine unglaublich schöne und wundervolle Geburtstagsfeier mit all meinen aller liebsten Freunden nicht genießen, weil mein Kopf zu voll ist und mein Herz weint
- feier Silvester ohne jegliche Freunde
- versuche so wenig wie möglich alleine in Dresden auf die Straße zu gehen, weil ich Angst hab "blonden Mädchen" zu begegnen ode irgendwas anderes neues zu erfahren, was mich noch weiter runter zieht

Ach ja, schön wie ich mich hier selbst bemitleide. Das ist ja zum kotzen! Tut mir leid, aber grad kann ich nicht anders...
Aber eine gute Sache gibt es daran, dass 2011 so blöde war:
2012 kann (eigentlich) nur besser werden!!!

Und es gab ja auch tolle Ereignisse im vergangenen Jahr. Und ich werd jetzt einfach versuchen, all das Doofe zu vergessen, mich nur noch an das Tolle zu erinnern und an das neue Jahr unendlich positiv ranzugehen!!! Alles wird gut! Die Grinsekatze kommt definitiv wieder! Positiv denken!

Mit den guten Vorsätzen fängt es an:
- Mehr unter Leute kommen
- Alte Kontakte pflegen
- Mehr Klavier spielen
- Meiner Kreativität wieder mehr freien Lauf lassen
- Mehr Sport -> das nehmen sich wahrscheinlich die meisten vor, aber ich bin sehr zuversichtlich, schließlich gehe ich seit Oktober einmal wöchentlich zum Volleyball und da soll jetzt noch was dazu kommen
- Sachen machen, die ich schon ewig vor mir her schiebe -> z.B. meine weiße Wand im Schlafzimmer endlich mal wirklich weiß streichen
- Mir einen Job suchen -.-
- Meine viele freie Zeit besser nutzen!!!
- Mehr Geduld mit meiner Oma haben und mehr Zeit mit ihr verbringen
- Gefühlschaos klären...
- Im Sommer ganz viel Wandern gehen
- Öfters mit dem Fahrrad fahren
- Und für mich als aller wichtigster bzw. liebster Punkt: Die FAS regelmäßig besuchen, auch wenn ich jetzt durch den Umzug bis zu 40 min unterwegs bin

So, also ich finde, dass klingt schon mal ganz gut.
Positiv denken! Und alles wird gut...

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Rückblick - Schulfahrt

Ja, die Schulfahrt war leider das letzte große "Event" während meiner Arbeit in der FAS. Aber dafür war es wirklich unvergesslich.
Am Samstag (2.Juli) trafen wir uns um 9.30 Uhr an der Schule, um die Autos und die Kutsche zu beladen. Der Wind wurde inzwischen immer stärker und die Wolken immer dunkler. Nachdem dann irgendwann alle eingetroffen waren, ging es los auf die ca. 60 km lange Tour und nach der ersten halben Stunde laufen, fing es dann auch an zu regnen - das sollte sich leider auch so schnell nicht wieder ändern...
Nach ca. 4 Stunden laufen - natürlich die ganze Zeit im Regen - erreichten wir unser erstes "Etappenziel" in Saalhausen. Unser "Küchenteam" empfing uns mit Würstchen, Brötchen, Gemüse und heißem Tee. Für die Erwachsenen gab es immer leckere "Extrawürste" (so muss das sein), weil wir fast alle Vegetarier sind. Nach der Stärkung hieß es im strömenden Regen Zelte aufbauen. Abends traten unsere Kinderchen dann noch auf dem Dorffest mit ihrem Theaterstück "Die lange Dürre" auf. Thematisch passte das natürlich gar nicht, weil es draußen die ganze Zeit regnete und die Kinder drinnen im Stück den Regen herbei riefen. Aber grade das machte es irgendwie sehr amüsant.
Nach der ersten durchregneten Nacht bauten wir früh - auch immer noch im Regen- die Zelten wieder ab und weiter ging es nach Grillenburg. Der Wettergott meinte es wirklich überhaupt nicht gut mit uns und ließ es den ganzen Tag weiter regnen. Wir entschieden, dass wir eine Unterkunft suchen mussten. Die Kinder waren trotz Regensachen alle total durchgeweicht, die Zelte waren alle matschig und die Wiesen wurden zu Seen... Nach langen Suchen und vielen Betteln bekam unser Küchenteam vom Förster einen Schlüssel zu einem kleinen Ferienhäuschen mitten im Wald. Dort war es trocken und warm! ABER dieses Häuschen war für maximal 15 bis 20 Leute ausgelegt und wir waren 60 oder 70... Dementsprechend wurde es auch sehr schnell eng, laut, muffig und heiß. Aber es war trocken und das war die Hauptsache! Abends gab es Nudeln mit Tomatensauce. Die Kinder schliefen relativ schnell ein, da sie doch alle ziemlich geschafft waren. Die Erwachsenen verbrachten den Abend am Feuer und versuchten ihre Schuhe, Socken und so zu trocknen.
Am nächsten Tag waren wir alle aufgewärmt und trocken und es ging weiter. Unser Ziel war die Talsperre Malter. Und was will man auch erwarten - es regnete wieder. Die Lauf-Kinder weichten wieder ziemlich schnell durch, die Kutschen-Kinder froren unheimlich in ihren nassen Sachen und so entschieden wir uns für den Bus und die Kutsche fuhr auf direktem Wege nach Malter und wartete nicht mehr auf die Läufer. Und dann kam auch noch eine unglaublich nette Dame und brachte die Kinder, die nicht mehr aufhören konnten zu zittern mit ihrem Auto nach Malter, weil der Bus erst in einer dreiviertel Stunde kommen sollte. In Malter wollten wir eigentlich auf dem Zeltplatz übernachten, aber wir bekamen glücklicher Weise das Gemeindehaus zur Verfügung gestellt. Dort sah der Saal dann aus wie ein Massenlager - sehr lustig anzusehen.
Das Wetter besserte sich dann aber zum Glück, trotzdem entschieden wir, nicht weiter zu gehen, da wir nicht sicher waren, ob das Wetter so bleibt und ob wir im nächsten Ort auch so eine tolle Unterkunft bekommen würden. Das Wetter wurde sogar so gut, dass wir in der Sonne liegen konnten, dass unsere Zelte trocknen konnten und dass wir in der Talsperre baden gehen konnten.
Und dort in Malter - ich weiß es noch ganz genau - bekam ich eine SMS, die mich wieder zum glücklichtens Menschen machen sollte. Ich stand grad im Küchenzelt, kochte irgendwas in den riesigen Töpfen, mein Handy summte, ich laß die SMS, musste mich setzten und weinte, weil ich nicht wusste, was ich davon jetzt halten sollte. Anscheinend war es der Startschuss für ein neues Glück mit alter (nie verloschener) Liebe... Ich wurde überglücklich und konnte endlich wieder richtig strahlen! Doch anscheinend meinen die Götter es nicht gut mit mir... Aber dazu später!
Am Donnerstag (7.Juli) hieß es dann nach zwei Nächten in Malter: Aufbruch und Heimkehr. Eine Gruppe durfte mit der Kutsche den weiten Weg fahren, die andere lief erstmal ein Stück und fuhr dann mit der Bahn. Es war an diesem Tag unglaublich heiß und ganz im Gegensatz zu den anderen Tagen waren wir an diesem Tag fix und fertig wegen der Hitze.
Irgendwann am Nachmittag erreichten wir die Schule und waren alle überglücklich unsere Liebsten wieder zu sehen, auch ich sah ihn endlich wieder...
Ja, alles in allem war diese Woche wundervoll und unvergesslich!!!

Die Aufholarbeit beginnt

Jetzt hab ich es natürlich wieder nicht geschafft regelmäßig zu schreiben, aber heute Nacht (kann zur Zeit wieder mal nicht schlafen) hab ich mir überlegt, ich will wenigstens ein bisschen was aufarbeiten und niederschreiben, was so in dem vergangenen halben Jahr passiert ist - und ich sag euch, es ist viel passiert...
Ich hoffe, dass es mich vielleicht wieder ein Stück weiterbringt, alles zu verstehen und irgendeinen Sinn in den "Geschichten" zu sehen.
Also seid gespannt, wie viel und was alles so passierte bei der Grinsekatze, die leider grad ihr Grinsen wieder einmal verliert...

Samstag, 7. Mai 2011

Wenn plötzlich alles anders kommt...

Eigentlich dachte ich in den letzten Monaten, dass zur Zeit mal wieder alles richtig super läuft... Die Arbeit war toll, in der Liebe lief alles bestens (anscheinend nur von meiner Seite aus), der Familie ging es super und ich war auch putzmunter.
Doch dann kam alles anders als geplant...
Jetzt wohne ich alleine in meiner Wohnung in Dresden, mein Arzt hat mir einen wirklich schrecklich blöden Befund mitgeteilt und nun ja in meiner Familie läuft zur Zeit auch einiges schief. Tja was macht man da jetzt am Besten? Sich in sein Schneckenhäuschen zurückziehen und so lange weinen bis kein Wasser mehr kommt oder raus gehen und sich denken "Mensch jetzt kann nur noch alles besser werden!" Ich weiß nicht wirklich, was ich jetzt machen soll. Ich hab keine Kraft mehr, um jeden Tag aufs Neue stundenlang zu weinen, bin aber auch viel zu antriebslos, um in die Welt hinaus zu rennen.
Ich versuche so gut es geht mich abzulenken, will aber auch zwischendurch gerne mal meine Ruhe. Ich versuche meine Zukunft zu planen. Und ich versuche wieder neue Kraft zu schöpfen.
Mal gucken was draus wird...
Aber eine gute Sache ist mir noch geblieben: die Arbeit an der FAS ist immer noch ganz wundervoll!!!

Sonntag, 24. Oktober 2010

Ich verstehs nicht...

Eigentlich ist alles super, die Arbeit macht mir so viel Spaß, ich hab mich langsam eingelebt und ich fühle mich auch schon ein bisschen wohl hier in Dresden. Und trotzdem kommt es in den letzten Tagen immer wieder vor, dass ich ganz doll traurig bin und ich fange einfach an zu weinen. Ich will nach Hause, ich will wieder jeden Tag alle meine Freunde sehen können und ich will wieder in mein kleines Dorf, wo jeder jeden kennt und sich alle grüßen!!!
Irgendwie regen mich jeden Tag diese Unmengen von Menschen hier auf, ich bekomme schlechte Laune, wenn ich die ganzen glücklichen Touristen sehen, die durch die Straßen schleichen und immer wieder einfach mitten auf dem Weg stehen bleiben. Ich bin traurig, dass die Blätter an den Bäumen hier nicht richtig bunt werden, sondern nur gelb sind oder sogar im grünen Zustand von den Bäumen fallen. Ich weine, weil ich weiß, dass es meiner Mutti zu Hause nicht mehr so gut geht alleine und sie mit allem irgendwie ein bisschen überfordert ist. Ich vermisse alle meinen tollen Freunde, die ich früher in der Schulzeit jeden Tag sehen konnte und jetzt kaum noch sehe.
Alles ist irgendwie blöd, obwohl eigentlich alles in Ordnung sein müsste. Ach ich weiß auch nicht, es ist sehr komisch zur Zeit und ich weiß noch nicht wirklich, wie es weitergehen wird, aber es wird schon...
Ich freu mich jetzt immer wieder auf Kleinigkeiten, auf Unternehmungen oder auf zu Hause. Ich motiviere mich zum Beispiel mit dem Ausflug in die sächsische Schweiz mit einigen Schulkindern am Dienstag oder ich freue mich auf das kommende Wochenende, weil wir da wieder nach Hause und am Samstag zum Lausitzpokal im Showtanz fahren.
Meine Gefühle spielen verrückt, ich bin glücklich und tottraurig gleichzeitig. Komisch...