Freitag, 13. April 2012

Einfach mal Zeit für mich...

Heute ist der erste Tag seit sehr sehr langer Zeit, den ich einfach mal wieder für mich habe und das tut so gut! In letzter Zeit war ich nur arbeiten, unterwegs und hatte immer irgendwas vor. Aber heute muss ich nix machen, ich dümpel so vor mich hin und es ist mit das Schönste, was ich in letzter Zeit getan hab.
Vor zwei oder drei Wochen ist mir klar geworden, dass ich die vorlesungsfreie Zeit definitiv falsch genutzt habe. Ich bereue es mittlerweile sehr, dass ich mir keine Zeit für mich genommen hab. Wenn ich nicht arbeiten war, dann war ich mal kurz zu Hause bei meinen Eltern, aber da ist auch immer was zu tun oder ich hab halt meine Hausarbeit geschrieben. Ich hab das Gefühl, dass ich die acht Wochen nur auf Achse war und immer unter Strom stand. Klar hatte ich das alles so geplant, um mich abzulenken und um keine Zeit zu haben, um über all den Mist nachzudenken, aber im Endeffekt merke ich, dass das doch keine so gute Idee war. In der letzten vorlesungsfreien Woche war ich dann total ausgelaugt und fertig. Ich bin dauermüde, hab keine Kraft und keine Motivation mehr und bräuchte ganz ganz dringend Urlaub. Ich hab immer noch das ganz starke Verlangen in mir, dass ich hier weg muss und dass ich einfach alleine sein will.
Natürlich war ich auch wie geplant 4 Tage in Tschechien Skilaufen und 3 Tage mit Freunden an der Ostsee, aber irgendwie hat das nicht den gewünschten Effekt mit sich gebracht. Die Tage waren natürlich unglaublich schön und unvergesslich, aber so richtig Zeit für mich und zum Ausspannen gab es da auch nicht.
Ich hätte ganz doll Lust allein für ein paar Wochen in die Berge zu fahren, irgendwo in einer kleinen Hütte zu wohnen und die Einsamkeit zu genießen. Aber nun hat das Semester schon wieder angefangen und bis zum Sommer ist es noch ein bisschen hin. Bis dahin werde ich mir einfach solch ein paar kleine Inseln schaffen, auf die niemand darf außer ich und auf denen mich auch niemand stören darf. Ich brauche grad sehr dringend die Zeit und vielleicht hilft es mir auch und bringt mir das Strahlen zurück... Das wäre doch schön!
Jemand meinte vor ein paar Tagen zu mir, vielleicht helfen mir auch einfach EHRLICHE Menschen und schöne Erinnerungen.
Ich denke die Mischung wird es machen: wundervolle ehrliche alte und neue Freunde, kleine Glücksmomente, ob nun in der Vergangenheit oder in der Zukunft und einfach genügend Zeit. Keine Ahnung wie viel Zeit das noch in Anspruch nehmen wird, aber ich bin bereit alle Zeit der Wellt zu investieren, solange ich irgendwann wieder ausgelassen lachen und glücklich sein kann!!!

Dienstag, 10. April 2012

Abstand tut anscheinend gut...

Ein ganz schön verrücktes und anstrengendes Osterwochenende liegt hinter mir.
Wie jedes Jahr fand am Ostersamstag das Osterfeuer statt. Die "Dorfjugend" organisiert dieses immer ganz fleißig und auch ich gehöre da irgendwie noch mit dazu. Ich bin natürlich nicht so stark eingebunden, wie die kräftigen Jungs, die das Holz ranholen, aber ich habe auch meinen Teil, den ich alljährlich dazu beitrage. Am Freitag baue ich die Osterfeuerpuppe, die ganz oben auf dem Feuer steht. In der Nacht von Freitag zu Samstag ist dann Feuerwache, damit niemand aus den Nachbardörfern auf die Idee kommt, unseren Osterfeuerhaufen anzubrennen. Dieses Jahr habe ich wirklich das erste mal dort geschlafen... Es war ein sehr amüsanter und gesprächiger Abend und irgendwann, als fast alle weg waren, bin ich halt eingeschlafen. Blöder Weise hat es angefangen zu regnen, aber netter Weise hat mich noch jemand zusätzlich mit meinem Schlafsack zugedeckt, sodass ich nicht ganz durchgeweicht bin. Naja früh um 6.30 Uhr bin ich dann nach Hause gefahren, um dann später für die starken "Männer" Mittag zu kochen. Abends war es dann endlich soweit. Generell hab ich von dem Feuer nicht so viel mitbekommen, weil ich fleißig im Zelt saß und Getränke verkauft habe, aber als dann niemand mehr was wollte und fast alle Besucher weg waren, konnte ich dann auch endlich mal ans Feuerchen. An diesem Abend hat es nicht geregnet, dafür hat es aber geschneit. Verrückt!!! Schneeballschlacht... Aprilwetter halt.
Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass ich mich an diesem Abend das erste Mal seit 3 Jahren wieder mit einem "Freund" unterhalten habe und es war echt richtig richtig schön! Damals am 1. Juni 2009 haben wir uns getrennt, wir haben uns zwar immer mal gesehen, aber wir haben nie mehr als "Hallo" und "Tschüss" gesagt. Und Samstagnacht kamen wir dann irgendwie ins Gespräch und ich bin immer noch ganz begeistert. Ich konnte ihm sehr sehr viel erzählen und es war so vertraut und einfach ein gutes Gefühl. Ich denke, dass uns dieser Abstand sehr sehr gut getan hat und dass man einfach eine gewisse Zeit braucht. Ich weiß, dass ich damals ziemlich gemein war und dass das alles kein so ein gutes Ende genommen hat, aber am Samstag hatte ich wirklich das Gefühl, ihn neu kennen zu lernen, obwohl wir uns beide eigentlich ganz genau kennen und Bescheid wissen über den anderen. Aber naja es war irgendwie schön... Die Zeit hat uns bzw. mich das Blöde vergessen lassen und so konnte ich sozusagen noch mal bei Null anfangen. Hihi... Ich weiß natürlich nicht wie es bei ihm war, aber ich hoffe mal und ich glaube es eigentlich auch, dass er es auch ganz schön fand :) Abstand tut halt wirklich gut, so schwer und herzzerreißend es auch ist...
Generell war das ein sehr sehr schönes Wochenende mit meinen alten Freunden, die mich für ein paar Stunde in die heile Welt zurück holten! Ich hatte erst ein bisschen Angst und auch nicht so richtig Lust auf das Ganze. Ich dachte, dass ich vielleicht wieder genervt von allen und allem sein werde, dass wir uns nichts zu sagen hätte, aber so war es gar nicht. Wir redeten, lachten und hatten viel Spaß! Danke dafür, ihr Lieben!!! Danke für die heile Welt und den ganzen Spaß!

Sonntag, 25. März 2012

Das ist doch mistig!

Im Laufe der Zeit verändert man sich...
Man will sich meist so verändern oder anpassen, dass man selbst und alle anderen glücklich sind. Eine Weile klappt das auch immer, aber irgendwann fliegt man auf. Man merkt, dass man sich so sehr angepasst hat und man nicht mehr man selbst war. Man hat sich verändert und sich selbst nicht berücksichtigt. Man fühlt sich unwohl und merkt es nicht. Doch dann macht es irgendwann peng...
Ich glaub, ich hab mich auch immer angepasst, konnte mit allem leben und ich hab immer alles verziehen und ich war die meiste Zeit damit glücklich... Ich fühlte mich nicht unwohl, ich war glücklich und strahlte jeden Tag über beide Ohren. Tja aber einer alleine hat nichts zu melden. Mistiger Mist!
So ist das Leben - ungerecht und unfair und man muss trotzdem damit leben...


Sonntag, 18. März 2012

Ich bin unzufrieden und will weg...

Irgendwie wird nichts besser. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Jedenfalls die Zeit in mir drin. Aber in Wahrheit vergeht die Zeit wie im Fluge. Ich dachte, es hätte sich irgendwas geändert. Ich dachte... Ach ich weiß auch nicht was ich dachte!
Ich weiß nur, dass ich heute gemerkt habe, dass sich doch noch nichts geändert hat. Alles um mich herum ändert sich, aber ich hocke immer noch hier rum. Es wird Frühling, ich finde es toll, aber kann es irgendwie nicht wirklich genießen. Die vorlesungsfreie Zeit ist schon fast vorbei und ich hab das Gefühl, dass ich überhaupt nicht frei hatte. Alle sind glücklich und voller frühlingshafter Glücksgefühle und ich putze lediglich meine Fenster, aber auch nur weil ich von der Sonne genervt bin, die mir jeden früh zeigt, dass meine Fenster dreckig sind.
Ich hab das Gefühl, das ich noch keinen einzigen Schritt voran gekommen bin. Und dieses Gefühl nervt mich!
Das einzige auf das ich grad richtig Lust habe ist, dass ich hier weg will. Ich will raus. Weg. Keine Ahnung wo hin. Einfach weg von hier und nicht nur für ein paar Tage, sondern am liebsten (danach schreit jedenfalls grad mein Herz) für immer!!! Weg irgendwo hin, wo ich niemand kenne, wo mich niemand kennt, wo mich alle in Ruhe lasse und wo ich noch mal ganz von vorn anfangen kann.
Ich weiß grad nicht, ob ich hier wirklich sein will. Ob ich das hier alles will. Ob ich dieses Studium will. Ob ich hier wirklich zufrieden bin... Irgendwie kommt mir das hier grad alles vor wie eine große fette Lüge. Und darauf hab ich keine Lust. Es fühlt sich so an, als ob ich mir irgendwas vorspiele. Als ob ich so tun will, dass hier alles schön ist und dass ich zufrieden bin.
Aber das bin ich nicht! Ich bin nicht zufrieden... Natürlich gibt es immer wieder mal Momente, wo es mir gut geht, wo ich lachen kann und zufrieden bin. Aber es gibt viel zu viele Momente, wo ich denke: Nee ich hab gar kein Bock mehr auf den ganzen Mist! Ich bin genervt von mir und von allem anderen.
Aber ich glaub, am meisten bin ich wirklich von mir genervt. Warum kann ich mich nicht einfach aufraffen? Warum kann ich mir nicht selbst mal in den Hintern treten? Warum hocke ich immer noch hier? Warum reg ich mich eigentlich auf, ich bin doch selbst schuld an dieser Situation grad? Ich könnte doch ganz einfach raus gehen und das Leben genießen... Aber es geht einfach nicht...


Vanessa Carlton -- A Thousand Miles - MyVideo

Ganz am Anfang wollte ich eigentlich nur das Lied reinstellen, weil ich es schon seit Jahren so wundervoll finde. Ob es nun am unglaublich hübschen Flügel liegt oder am Text... Keine Ahnung...
Aber dann fing ich doch irgendwie an zu schreiben. Naja man sieht ja was bei raus gekommen ist. Irgendwie kommt in letzter Zeit nur Gejammer bei raus. Hoffe das ändert sich bald mal wieder!

Montag, 20. Februar 2012

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Das hab ich grad entdeckt...

Als ich heut morgen in der Bahn saß, ich mir meine Musik in die Ohren steckte, die Sonne mir ins Gesicht schien und als ich den blauen Strahlehimmel sah, musste ich seit sehr sehr langer Zeit einfach mal wieder ohne Grund grinsen und ich wusste, dass es ein schöner Tag werden würde! Später saß ich mit den Kindern im Park in der Sonne, rannte mit ihnen um die Wette und lag auf irgendsoeinem Spielplatzgerät und genoss den Moment!
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, dass mir das heute gelungen ist: DANKE!

Donnerstag, 16. Februar 2012

Freude über die Freunde

Heute hab ich wieder gemerkt, dass ich die aller aller aller liebsten, tollsten und besten Freunde der Welt hab!!! Was wäre ich nur ohne sie!?
Stundenlange Telefonate. Fernhilfe bei Problemen, für die man eigentlich einen Freund hat und um die man sich sonst nie kümmert. Immer liebe und aufmunternde Worte. Komplimente, wenn man sie am meisten braucht. Immer ein offenes Ohr für jeden Müll, über den man grad heulen muss, weil das Leben manchmal einfach ungerecht und scheiße ist. Für jede Schwachsinnsidee zu haben.
Sie sind einfach immer für mich da!
Ich wüsste wirklich nicht, wie ich die letzten Woche ohne sie überlebt hätte. Nein eigentlich die letzten Monaten, weil es ging mir ja schon vor dem Tod der Grinsekatze immer wieder schlecht, wahrscheinlich war sie schon angeschlagen und merkte ganz tief im Inneren, dass sie sterben muss...
Und egal wie lange man Freunde schon nicht gesehen hat, egal ob man sie nur am Telefon hört, oder ob man sie jede Woche sieht, echte Freunde sind immer für einen da und sind einfach das Größte, Beste und Wichtigste der Welt!!!
Ich hab euch soooo lieb!!!

Sonntag, 5. Februar 2012

Vorlesungsfreie Zeit und jetzt???

Genau das hab ich noch vor einiger Zeit gedacht...
Was mache ich bloß mit dieser ewig langen Zeit, die ich da zur freien Verfügung gestellt bekomme!? Oh Gott... Sooooo viel Zeit... Was mach ich bloß? Wo fahr ich als erstes hin?
Ja, all das ging in meinem Kopf umher. Und jetzt ist Sonntag, der Sonntag vor dem ersten freien Montag der zwei vorlesungsfreien Monate und jetzt denke ich: "Ohhh hab ich auch einfach mal Zeit zum Langweilen, Rumliegen, Nichtstun?"
Ich hab jetzt wirklich schon so grob die gesamte Zeit durchgeplant... Verrückt!
Kleiner Überblick (falls ich mal nicht weiß, was grad ansteht...)
1. Woche: arbeiten, Skilaufen fahren, nach Hause (neue Schlittschuh testen! und baden fahren)
2. + 3. Woche: arbeiten, arbeiten, arbeiten (ich darf mit den lieben Kinderlein Fasching feiern... toll...)
4., 5. + 6. Woche: Hausarbeit schreiben und zwischendurch mit so vielen tollen Leuten an die Ostsee fahren!
7. Woche: FREIZEIT - nach Hause fahren, Freunde treffen, endlich einfach mal nichts tun -> wer weiß, das klappt sicher nicht
8. Woche und wirklich schon die letzte: Exkursion nach Erfurt...

Seltsam erst denkt man immer, so viel Zeit und dann schwupps ist sie schon vorbei.
So ging es mir ja mit dem ersten Semester auch. Anfang Oktober dachte ich noch, das wird sich sicher ewig hinziehen und so lange dauern und jetzt denk ich, das soll schon das erste Semester gewesen sein!? Sehr sehr seltsam...

Auch die Grinsekatze ist jetzt schon einen Monat tot... Und im Moment hab ich leider noch nicht das Gefühl, dass sie wieder aus ihrem Grab auferstehen möchte...
Deswegen freu ich mich auch so auf alles was ansteht. Raus, weg, Gedanken zurücklassen, einfach mal wieder den Moment genießen - das ist grad alles was ich will!!!