Montag, 16. Januar 2012

Erinnerungen...

Musste grad an die wundervollen Zeiten in der Schweiz denken, an die tollen Leuten dort und alles halt... Und da hab ich Fotos angeguckt und nebenbei Bligg gehört und dieses Lied entdeckt. Bligg ist ein sehr sehr bekannter Schweizer Rapper/Musiker und ich finde seine Lieder richtig gut. Oft ist er sehr schwer zu verstehen (vor allem natürlich für Leute die nichts weiter mit dem Schweizer Deutsch zu tun haben), aber wenn man ihn dann doch irgendwann versteht, merkt man schnell, dass in seinen Texten ziemlich viel steckt und er nicht einfach irgendein Blödsinn dort in sein Mikro rappt/singt.



Hab das Lied gehört und musste weinen...
Ja, vielleicht liegt es auch daran, dass ich in letzter Zeit eh überdurchschnittlich viel weine... Aber nein! Ich denke es liegt eher daran:

Ich hoff der gohts guet und du hesch was du willsch. Jetzt getts keis zrugg meh, s’isch alles verspellt. D’Bänder sind gresse und d’Brugge verbrannt, eusi Wäg hend sech krützt und denn weder trännt.

I chan ohni dich lache, ohni dich brüele, chan ohni dich stärbe und es läbe füehre, ohni dich schlafe, au wenns düppig esch, aber cha ohni dich niemals glöcklech sii!

Refrain

I´d kill for you.
I´d even die for you.
You know, no one can love you
as much as I do
never gonna lie to you!

I´d kill for you.
My love will shine on you
You know, no one can love you
as much as I do
never gonna lie to you!

Du häsch mech frögt, was ich lieb
Und ich ha der gseid: mis läbe.
Du besch truurig dervo gloffe
aber du hesch ned verstande: Mis läbe, bisch DU!

Hoffentlich gnüsst er mis läbä ond schätzs.
Ich hoff das sin Gschlächts-Name minen ersetzt.
Ich hoff er esst mit eusem Bsteck und hoffentlich fühlt er sich wohl i mim Bett.
Sägem das ich dich als Frau ned verdient ha, sägem das ich dich im läbä nie gliebt ha.
Sägem ich wönsch euch nor s'Glöck uf ärdä.
...aber sägem ned das ech das säg onter Träne.



Ich hab grad noch eine andere Version gefunden, die ich auch ganz wundervoll finde, deswegen präsentiere ich die hier auch gleich noch mit dazu. Hier wird Bligg jetzt von der Youngblood Brass Band unterstützt. Sehr sehr schön! Ein Ohrenschmaus...



Donnerstag, 12. Januar 2012

Dienstag, 10. Januar 2012

Sie ist tot...

Gestern Abend (ca. 20.30 Uhr) ist die Grinsekatze endgültig verstorben.
Wiederbelebungsversuche sind zwecklos!



Kann nicht mehr...
Will nicht mehr! Will nie wieder aus dem Haus müssen! Will einschlafen und nie wieder aufwachen - falls ich doch wieder aufwachen muss, will ich dass das alles ein ganz blöder Traum war!!!
Will mit niemanden reden müssen! Will es niemanden erklären müssen!
Will das alles wieder so wundervoll und zauberhaft ist, wie es damals im September 2009 war!
Hab keine Lust mehr auf dieses blöde Leben diese bescheuerte Welt!
Bis irgendwann
Tschüss


Oh Gott, wie schrecklich dieses Lied eigentlich ist, aber mir geht es nicht mehr aus dem Kopf...

Montag, 2. Januar 2012

Das wars...

2011 für mich defintiv das beschissenste Jahr, kann mich an kein Jahr erinnern, dass noch blöder war als das vergangene - außer vielleicht das, in dem sich meine Eltern getrennt haben, aber da war ich noch klein und da hatte man noch nicht so viele andere Drumherrumprobleme.

Negativrückblick in Kurzfassung:
- Angst alleine in der Wohnung zu sein
- Fühl mich allein in Dresden
- Freund verlässt mich
- Arzt teil mir mit, das ich einen ganz "wundervollen" Virus habe
- Mein Papa kommt zurück -> was ja eigentlich total toll ist, aber er leidet so unglaublich darunter
- Meine Tante wird eigentlich mindestens einmal im Monat mit dem Krankenwagen zur Entgiftung gebracht
- Das FSJ geht zu Ende
- Die Demenz meiner Oma wird immer schlimmer
- Freund (dem ich endlich wieder vertraut hab) verrät mir an meinem Geburtstag, was er wieder mal Bescheuertes angestellt hat
- alle reden auf mich ein, dass ich jetzt endlich einen Schlussstrich ziehen soll -> das kann ich natürlich nicht
- kann meine unglaublich schöne und wundervolle Geburtstagsfeier mit all meinen aller liebsten Freunden nicht genießen, weil mein Kopf zu voll ist und mein Herz weint
- feier Silvester ohne jegliche Freunde
- versuche so wenig wie möglich alleine in Dresden auf die Straße zu gehen, weil ich Angst hab "blonden Mädchen" zu begegnen ode irgendwas anderes neues zu erfahren, was mich noch weiter runter zieht

Ach ja, schön wie ich mich hier selbst bemitleide. Das ist ja zum kotzen! Tut mir leid, aber grad kann ich nicht anders...
Aber eine gute Sache gibt es daran, dass 2011 so blöde war:
2012 kann (eigentlich) nur besser werden!!!

Und es gab ja auch tolle Ereignisse im vergangenen Jahr. Und ich werd jetzt einfach versuchen, all das Doofe zu vergessen, mich nur noch an das Tolle zu erinnern und an das neue Jahr unendlich positiv ranzugehen!!! Alles wird gut! Die Grinsekatze kommt definitiv wieder! Positiv denken!

Mit den guten Vorsätzen fängt es an:
- Mehr unter Leute kommen
- Alte Kontakte pflegen
- Mehr Klavier spielen
- Meiner Kreativität wieder mehr freien Lauf lassen
- Mehr Sport -> das nehmen sich wahrscheinlich die meisten vor, aber ich bin sehr zuversichtlich, schließlich gehe ich seit Oktober einmal wöchentlich zum Volleyball und da soll jetzt noch was dazu kommen
- Sachen machen, die ich schon ewig vor mir her schiebe -> z.B. meine weiße Wand im Schlafzimmer endlich mal wirklich weiß streichen
- Mir einen Job suchen -.-
- Meine viele freie Zeit besser nutzen!!!
- Mehr Geduld mit meiner Oma haben und mehr Zeit mit ihr verbringen
- Gefühlschaos klären...
- Im Sommer ganz viel Wandern gehen
- Öfters mit dem Fahrrad fahren
- Und für mich als aller wichtigster bzw. liebster Punkt: Die FAS regelmäßig besuchen, auch wenn ich jetzt durch den Umzug bis zu 40 min unterwegs bin

So, also ich finde, dass klingt schon mal ganz gut.
Positiv denken! Und alles wird gut...

Freitag, 16. Dezember 2011

Achtung! Uni ich komme!

Oh mein Gott, war ich aufgeregt!!!
Ich war sooo schrecklich aufgeregt, als es nun wirklich hieß, dass Studium beginnt jetzt.
Ich war sooo aufgeregt, dass ich weinen musste. Ich wollte nicht. Ich wünschte mir die Schulzeit zurück. Ich wollte viel lieder wieder arbeiten gehen. Ich weinte und war total aufgelöst.
Er meinte: "Du musst doch nicht weinen! Du wirst sehen, du wirst das alles richtig gut packen und tolle neue Leute kennenlernen!"
Ja und so war es... Ich hab es gepackt und hab tolle neue Leute kenngelernt.
Und grad auch diese wundervollen "neuen Leute" sind es, die mir jetzt nach dem "Tiefschlag" wieder Kraft geben und alles Mögliche versuchen, um mich wieder aufzubauen und mich zu unterstützen wo es nur geht.
Ja, aber nun zurück zur Uni und aufhören zu heulen! Ich bin jetzt schon fast ein viertel Jahr ein studierender Student der Sozialpädagogik, Sozialarbeit und Wohlfahrtswissenschaften! Und bin sehr zufrieden mit meiner "Wahl". Noch ist alles ganz entspannt, ich hab viel Freizeit und bin keineswegs überfordert.
Meine erste Prüfungsleistung - ein Referat über Kooperation zwischen Schulsozialarbeiter und Lehrer - habe ich ganz streberhaft mit 1,0 bestanden :) Gestern habe ich mit noch ein paar anderen Studenten die Seniorentheatergruppe "Ohne Verfallsdatum" bei ihrer 2. Aufführung ihres neuen Stücks "Schulzeiten" besucht. Über diese halten wir auch ein Referat zum Thema "Altenarbeit" - was für ein grauenhafter Begriff, wie ich finde! Ach und dann darf ich noch bis Mitte März eine Hausarbeit über "Antiautoritäre Erziehung am Beispiel der FAS" schreiben - nichts leichter als das!!! Hihi komm grad aus dem Grinsen nicht raus... So leicht hätte ich mir das Studium echt nicht vorgestellt...
Mal gucken, wie es weiter geht!? Und wenn ich jetzt daran denke, dass ich vor Aufregung geweint habe, denke ich, dass ich mir da viel zu viel Stress gemacht hab - so viel Stress ist das Studium gar nicht Wert...

Und wieder war ein Jahr vergangen

Am 31. August war der letzte offizielle Tag meines FSJs.
Schon am 29. August kamen die "Neuen", um von uns eingearbeitet zu werden und dann sollte es wirklich schon zu Ende sein dieses unglaublich, unvergessliche und zauberhafte Jahr, an dem ich so gewachsen bin!? Nein!!! Denn ich durfte noch länger bleiben. Da die "Neuen" noch ein wenig unsicher waren und wir sie nicht im Stich lassen wollten, durfte ich noch eine Woche länger bleiben und weiter arbeiten. Auch meine MitFSJlerin durfte noch bleiben. Sie übernahm vorerst die EinsZuEinsBetreuung eines körperbehinderten Mädchens.
Der Abschied fiel uns so unfassbar schwer. Wir hatten nicht nur eine "Verabschiedungsfeier" sondern gleich 3! Einmal haben wir uns offiziell von den Kindern mit Kuchen verabschiedet, dann haben sich die Kinder offiziell von uns mit singen und Geschenken verabschiedet und dann mussten wir uns natürlich noch ganz doll bei allen Pädagogen bedanken und mit Kuchen und Bowle verabschieden. Und jedes mal musste ich weinen... Ich wollte es einfach nicht wahr haben, dass dieses tolle Jahr wirklich schon vorbei sein sollte. Nicht nur die Arbeit hat mich so glücklich gemacht, sondern auch alle Mitarbeiter. Sie haben mich damals, als es mir wirklich nicht gut ging, aufgefangen und so viel Kraft gegeben. Viele sind zu Freunden geworden, mit denen ich über alles reden kann und die immer für mich da sind und auffangen, wenn es grad mal wider mies läuft.
Und dann kam der wirklich und echte Tag meiner Arbeit in der FAS... Ich hatte meinen großen Rucksack mit auf Arbeit genommen, weil ich gleich nach Arbeit zum Bahnhof und ab nach Hause wollte. Die Zeit schritt schnell voran an diesem Tag und irgendwann musste ich los. Noch eine letzte Runde durch das Schulhaus, allen "Auf Wiedersehen!" sagen und alle noch einmal knuddeln. Dann stand ich in der Aula und meinte: So, jetzt muss ich los machen. Und schon liefen mir wieder die Tränen über mein Gesicht. Die Kinder waren alle so traurig und wollten mich nicht gehen lassen...
Irgendwann hatte ich es dann geschafft, hab mich überwunden und bin gegangen.

Aber natürlich war es nicht das letzte Mal, dass ich in der FAS war. Ich versuche einmal die Woche alle besuchen zu gehen, nach dem Rechten zu schauen, mit den Kindern/Pädagogen zu spielen/quatschen und den neusten Tratsch und Klatsch zu erfahren. Dadurch vermisse ich sie auch nicht so sehr. Und im Januar z.B. darf ich in der Umzugszeit der Schule die Kinderbetreuung mit übernehmen. Und ich hoffe, dass das nicht das letzte mal ist, dass ich in der FAS arbeiten bin...

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wenn Träume von einer Sekunde auf die andere platzen und Papas weinen...

Im August ist etwas passiert mit dem wirklich niemand aus unserer Familie je gerechnet hätte...
Mein Papa ist aus der Schweiz zurück gekommen. Alles war perfekt, alles war ausnahmsweise mal komplett durch geplant, alles schien zu klappen, alle Flüge bis Weihnachten waren gebucht.
Meine Eltern hatten endlich das perfekte Haus in der Schweiz gefunden, zu Ostern nächstes Jahr sollte umgezogen werden (also Mutti und Oma hinterher), im September wollte ich hin und meinem Papa beim Umzug ins neue Haus helfen, wir wollten dann auch gleich die Renovierungsarbeiten erledigen und ein Zimmer für meine Oma einrichten, auch zu Weihnachten hatte ich schon einen Flug gebucht. Meine Mutti wollte mit meiner Oma zu Weihnachten ins neue Haus kommen, damit meine Oma schon mal gucken kann, wie es dort so ist. Ich wollte schon eher hinfliegen sozusagen als Weihnachtswichtel und das Haus festlich schmücken. Er wollte innerhalb von fünf Jahren den Anbau ausbauen, damit ich nach meinem Studium hinterherkomme.
Aber gut das hat sich alles erledigt...
Mein Papa hatte seine Wohnung und seine Arbeit gekündigt. Er wollte grad los fahren, um den neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben und dann klingelt das Telefon. Der neue Vermieter. Er muss den Mietvertrag zurück ziehen, die Umbaukosten sind zu hoch und das geht leider nicht. Und genau in diesem Moment brach für ihn eine Welt zusammen... Er konnte nicht mehr. Er war total platt und fertig.
Also kam er wirklich und ganz in echt zurück nach Hause.
Wir fuhren dann alle gemeinsam noch einmal in die Schweiz, um seine Sachen zu holen und vorerst ein letztes Mal gemeinsam dort Urlaub zu machen. Der Abschied war sehr sehr emotional, aber auch die ganze Woche lang war die Stimmung eher mies. Viel musste erledigt werden - Ämter, Versicherungen, Banken, etc. - Kisten mussten gepackt werden, viel mussten wir entsorgen. Und dann hieß es: So, wir fahren jetzt los... Das war schrecklich! Wir wollten nicht los und mussten es doch. Wir wollten nicht weinen und mussten es doch...
Leider geht es ihm, glaub ich, immer noch nicht so gut. Er vermisst die Schweiz sehr, er geht nicht arbeiten und versucht sich viel abzulenken.
Aber er hat mittlerweile einen neuen Traum. 2016 will er es noch einmal versuchen.
Mal gucken was bis dahin noch alles passiert...